Hautpilz


Sie mögen es am liebsten warm und feucht. Was eignet sich da nicht besser als Tierfell?

Hautpilzinfektionen werden meistens durch die Erreger Microsporium canis, M.gypseum und Trichophyton mentagrophytes, aber auch anderen Erregern verursacht.

Die Erreger setzen sich auf die verhornten Hautschichten, wo sie durch Haarbruch (Alopezie) meist kreisrunde haarlose Stellen verursachen. Erst die Stoffwechselprodukte oder Teiler der Pilze können in tiefere Hautschichten eindringen und Entzündungen hervorrufen.

Allgemeine Symptome sind meist kreisrunde haarlose Stellen, Schuppen, Rötung und Juckreiz. Diese Stellen können am ganzen Körper auftauchen und sich ausbreiten.

Ursachen sind Immundefizite, gestörter Hautstoffwechsel, schlechte Ernährung und /oder veränderte Haltungsbedingungen. Daher sind meist junge und ältere Tiere, Tiere aus schlechter Haltung oder v.a. bei Pferden Tiere betroffen, die in der Herbstzeit eingedeckt werden, da sich hierbei oftmals die feuchte Wärme unter den Decken staut.

Hautpilze können über ihre Symptome (Achtung! Differentialdiagnosen z.B. Räude, Dermatitis), mit Hilfe der Wood’schen Lampe (Achtung! Nicht alle Pilzarten fluoreszieren) und am sichersten mit Biopsien und Hautgeschabseln diagnostiziert werden.

Die Therapie ist in jedem Fall langwierig. Grundsätzlich sollte das Tier weitestgehend geschoren werden und ggf. sollte eine Nahrungsumstellung erfolgen. Liegeplätze und Decken sollten ausgekocht bzw. zumindest gut desinfiziert werden.

Es gibt sowohl schulmedizinisch als auch alternativ medizinisch verschiedene Waschungen (z.B. mit ätherischen Ölen) zur lokalen Behandlung.

 Den Hautstoffwechsel und das Immunsystem kann man homöopathisch und mit Kräutern unterstützen.

In hartnäckigen Fällen ist eine Impfung zu empfehlen. Diese enthält jedoch ein Salz einer Quecksilberverbindung und sollte daher nicht bei leichten Infektionen oder voreilig injiziert werden.

Ebenso sind orale Präparate erhältlich, welche jedoch oft leberschädigend wirken.

Pilzinfektionen heilen, zumindest bei leichten Fällen, oftmals auch von selbst ab, sollten jedoch stets unter Beobachtung bleiben, da diese auf andere Tiere und den Menschen (Zoonose!) übertragbar sind.